Integrativer Deutschkurs in Stuttgart

Der Landtag in Baden-Württemberg bietet für die Schülerinnen und Schüler verschiedene Möglichkeiten Politik mal anders zu erleben. Deshalb ist es ein besonderes Ereignis, den Landtag zu besuchen und sich im Plenarsaal auf die Stühle zu setzen, auf welchen sonst nur Abgeordnete oder dieLandtagspräsidentin, Muhterem Aras, Platz nehmen. Im Gespräch mit dem Abgeordneten Thomas Poreski erfuhren die Schüler wie das Parlament funktioniert und welche Aufgaben das Landtagspräsidium hat. Neben geschichtlichen und architektonischen Aspekten des Landtags, interessierten sich die Schüler vor allem für die politischen Themen Integration, Ausbildung und Soziales. Die Themen, mit welchen sie sich selbst identifizieren können.

Integration hat für die Schüler des integrativen Deutschkurses verschiedene Bedeutung: Für manche ist es zu arbeiten, für andere die Sprache zu beherrschen und für den ein oder anderen auch Gemeinsamkeiten zu finden, über die man sich unterhalten kann. Umso schöner, dass im Anschluss ein Besuch im Mercedes-Benz-Museum genau das letztere geboten hat. Von alten Automobilen bis hin zu Rennwagen – mehr als 160 Fahrzeuge aller Art auf 16500 m² stehen im Mittelpunkt. Begeistert unterhielten sich die Schüler über den Zusammenhang von Entwicklung, Technik, Alltag und vor allem Geschichte.

 

Integrativer Deutschkurs auf Exkursion in Sachsen

Am vergangenen Wochenende machte sich der integrative Deutschkurs der FVS, bestehend aus Schülern der VABR-Klassen sowie der Berufsfachschule, auf Exkursion nach Sachsen.

Mit zwei Autos, begleitet von Frau Kosaric und Herrn Richter-Dunitza, ging es früh am Samstag los. Erstes Ziel in Dresden war das Deutsche Hygiene- Museum, ein medizinhistorisches Museum mit vielen Ausstellungsstücken zur Biologie des Menschen. Vieles gab es zu sehen zu Krankheiten, ihrer Vorbeugung und Bekämpfung. Gebaut in den 1930 er Jahren, waren schon damals Exponate des Museums wie der „Gläserne Mensch“ oder die „Gläserne Kuh“ eine Weltsensation. Die Werkstätten des Museums versorgten auch viele Universitäten mit Lehrmaterial, zur Ausbildung von Medizinern.

Besonders interessant fanden die Schüler die Bilder und Modelle zur Embryonalentwicklung des Menschen. Gruselig war die „Eiserne Lunge“- ein Gerät, in dem Menschen mit Kinderlähmung (Polio) in der Zeit der 1930er bis 1950er Jahre zum Teil Monate oder Jahre ihres Lebens unter künstlicher Beatmung zubringen mussten, wenn ihre Atemmuskulatur durch das Poliovirus gelähmt war. Wie gut, dass es heute wirksame Impfungen gegen diese schreckliche Krankheit gibt!

Weiter ging es am Nachmittag in das Albertinum, ein Museum am Rande der Dresdner Altstadt mit alter und moderner Kunst. Großen Spaß hatte die Gruppe beim Nachstellen von Skulpturen, die es als Original oder Kopie großer Bildhauer-Meister im Albertinum zu sehen gibt. So wurde die Beschäftigung mit Kunst ganz einfach von den Schülern, auf spielerische Weise, entdeckt.

Nach einem kräftigenden Abendessen und Einchecken im Hotel ging es abends noch ein bisschen durch die Stadt, zur Frauenkirche und dem Zwinger.

Am Sonntagvormittag stand dann der Besuch der Leipziger Buchmesse an. Das ist die zweite große internationale Bücherschau neben der Frankfurter Buchmesse jeden Herbst.  Der Andrang in den fünf großen Schauhallen war riesig. Und die Vielfalt der Nationen mit ihren Messeständen und der Bücher begeisternd. Wer wollte, konnte sich zu einer Autorenlesung dazusetzen und einfach mal eine halbe Stunde einer Geschichte zuhören. Oder mit einem Autor oder Verleger einfach mal ganz zwanglos über das Bücherschreiben und Büchermachen reden.  Oder einfach mal schmökern.

Auch über Berufe rund ums Buch gab es Stände, so etwa vom Media Campus Frankfurt/Main, wo bis heute Buchhändler und Verlagskaufleute ausgebildet werden. Und nicht zuletzt waren auch Verlage aus Baden-Württemberg vertreten, wie zum Beispiel der durch seine gelben Heftchen vielen Schülern vertraute Reclam-Verlag aus Stuttgart.

Am frühen Nachmittag ging es dann wieder auf die Autobahn nach Süden, wo die Gruppe gegen 212 Uhr abends wieder wohlbehalten bei der Steinbeis-Schule eintraf. Eine weite Fahrt für zwei Tage, aber sehr, sehr lohnend!

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