Schüler zeigen was in ihnen steckt

Am Dienstag stellten die Schülerinnen und Schüler des Technischen Gymnasiums der Ferdinand von Steinbeisschule ihre Projekte in Form einer Hausmesse der Öffentlichkeit vor. Vorangegangen war eine Projektwoche, in der die Schüler eigene Ideen verwirklichen konnten. An über 20 kreativen Projekten, von der „fahrenden Getränkekiste“ über den „Ammoniak-Springbrunnen“ bis zur „Magnetschwebebahn“, arbeiteten die Schülerinnen und Schüler der Eingangsklasse.

Inspiriert durch ein YouTube-Video legten Till Ackermann und Lukas Fischer gleich zu Projektbeginn los und zerlegten den Stabmixer der eigenen Mutter. Auf den starken Elektromotor hatten es die beiden abgesehen. Dazu kamen einige Supermagnete, ein selbst konstruiertes Bauteil aus dem 3D-Drucker der Schule und ein paar Metallteile, die die Schüler selbst auf der Drehbank fertigten. Als „überwältigend“ schilderten die jungen Tüftler den Moment, als ihr Experiment gelang, und die Kupferplatte erstmals vor ihren eigenen Augen frei in der Luft schwebte. Das war nur der Auftakt zu ihrer Magnetschwebebahn, mit der sie unbedingt bei der kommenden Runde von Jugend forscht dabei sein wollen.

Richard Weller und Jakob Thumm wollten ein Gefährt bauen, das nur auf zwei Rädern fährt, ähnlich des bekannten Segways. Mittels eines Mikrocontrollers, Sensoren und Motoren bauten sie einen Prototypen. Ernüchterung machte sich breit, als es nicht so funktionierte wie gedacht. „Wir waren schon kurz davor aufzugeben“ meinte Richard geknickt nach einigen Fehlschlägen. „Am Tag der Präsentation haben wir es dann aber doch noch geschafft. Unser Gefährt stand ohne umzukippen.“ Das Erfolgserlebnis lässt die Augen der beiden Schüler glänzen. „Natürlich wollen wir im nächsten Schuljahr weitermachen“, vielleicht sehen wir die beiden auch noch bei Jugend forscht.

Neben den ganzen praktischen Projektarbeiten kümmerte sich ein Team von vier Schülerinnen und Schülern um die Dokumentation der Projektwoche. Sie pendelten zwischen den verschiedenen Gruppen hin und her und filmten alles, was ihnen vor die Kamera kam. Aus über zehn Stunden Filmmaterial entstand ein kurzer Filmclip, der den Verlauf der Woche und die Abschlusspräsentation in Form einer Messe wiedergibt. Zu finden ist der Film unten auf der Seite.

„Ein voller Erfolg“ findet nicht nur der Schulleiter Kugler, der ganz stolz auf seine Schüler ist, und in den Projekttagen eine „tolle Möglichkeit für die Schüler“ sieht, „sich mit ihren eigenen Ideen auseinanderzusetzen“. „Die bisherigen Rückmeldung sowohl der Schüler als auch der Lehrer waren äußerst positiv“ pflichten Raphael Dannecker und Moritz Hospach bei, die in der Schule für die Durchführung des Projekts verantwortlich sind.

Projektvideo

Schwebende Kugel

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