Präsentation der preisgekrönten Jugend forscht -Projekte am 14.März

3-D-Drucker mit heißem Zucker, Kameras auf Kränen

das FVS – Team heimst einen Ersten und Zweiten Preis in der Sparte Technik beim Regionalwettbewerb ein.

Jugend chillt nur, Jugend ist nur noch im Internet unterwegs und schaut nur noch ins Smartphone?“ Keineswegs! In ihrer Gratulation zum 1. und 2. Preis im Bereich Technik beim diesjährigen Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ wies Karin Naumann, Abteilungsleiterin des TG, darauf hin, dass die heutige Jugend nicht annähernd so bequem, desinteressiert und gelangweilt sei, wie manche Vorurteile gegenüber „der Jugend“ das vermuten lassen. Der Anlass, zu welchem etwa 80 Schülerinnen und Schüler aus BK und Technischem Gymnasium am Mittwoch, dem 14. März zusammenkamen, widerlegte alle Vorurteile auch sofort.

 Robin Dorau aus der M2IM3, Sebastian Glock aus der TG 13/3 und Tim Grabowski, Abiturient des Jahrgangs 2017/18 und jetzt Teilnehmer am „Reutlinger Modell“ stellten ihre preisgekrönten „Jugend forscht“- Projekte vor:

1. 3- D-Druck mal zuckersüß

Die 3-D- Drucktechnik hat in den vergangenen Jahren ja bereits erhebliche Fortschritte gemacht. Tim Grabowski hat zuhause auch einen eigenen Drucker. Ihm kam eines Tages spontan dieIdee:„ Warum nicht mal mit Zucker drucken, statt mit Plastik?“. Und, quasi als Marketing-Gag: „Wie wäre es mit einem Firmenlogo aus Zucker, welches man Firmengästen zum Kaffee reicht?“ Problem bei diesem Verfahren, das sich am Spritzguss in der Metallindustrie orientiert, ist die Tatsache, dass Zucker bei Erhitzung nicht nur den Aggregatzustand wechselt, sondern auch chemisch reagiert und zu Karamell wird. Hört sich ganz lecker an, ruiniert aber jede Druckerdüse. Die Lösung hieß in diesem Fall: Isomalt- eine Zuckerart die nicht karamellisiert. Auch für die Förderschnecke, die den heißen Isomalt zur Düse befördert, gab es eine Lösung in Form eines handelsüblichen Bohrers. Das Konzept war der Jury einen 2.Preis in der Kategorie Technik wert.

2. Der Kamerakran

Betreut von Physiklehrer und Jugend forscht- Betreuer Raphael Dannecker und zwei Firmen, die Metallbearbeitungsmaschinen und einen großzügigen Geldbetrag für Material zur Verfügung stellten, bauten Dorau und Grabowski einen Kamerakran mit einem 8 Meter langen Ausleger für die Erstellung von Videofilmen bzw. Fotoserien.  Tim Grabowski, der schon lange Fotografie als Hobby betreib, erläutert, dass „Kamerafahrten die spannendste Art“ für ihn seien, eine Kamera einzusetzen. Die Jury des Wettbewerbs konnten Dorau und Grabowski mit ihrer überlegenen Konzeption überzeugen: Zum einen lässt sich der Kamerakran, der auf einem Wagen montiert ist, auf Kofferraumgröße  zusammenbauen, zum anderen hat er spannende Details wie selbstabsenkende Füße, die einen festen Stand auch auf schrägem Gelände ermöglichen. Auch ein genial konstruierter, schwenkbarer Kamerakopf für 360-Grad-Rundumfilmen gehörte zu den Features, welche die Jury überzeugten. Die Funktionsweise der „intelligenten“ Füße führte Tim Grabowski den staunenden Zuschauern in einer kleinen Animation vor. Das ganze System wiegt dabei nur etwa 150 Kilogramm und lässt sich einfach und schnell auf- bzw. wieder abbauen.  Für den Kamerakopf mit Fernsteuerung entwickelten die beiden Jungforscher eine eigene Teflonlagerung, was die verschiedenen Bewegungsmöglichkeiten weiter optimierte. Denn so sind mehrere vollständige Drehungen um 360 Grad möglich. Wie leistungsfähig ihr Kamerakran in der Praxis ist, bewiesen Dorau und Grabowski am Ende ihrer Präsentation mit einer   grandiosen Videosequenz, bei der sie einen roten Porsche Carrera perfekt in Szene gesetzt hatten. Wieder einmal kann man sagen:  An der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule Reutlingen entsteht „Technik, die begeistert“.

Und wer sich noch mehr dazu anschauen möchte sei auf den youtube-Link “Tim Grabby” verwiesen.

 

H. Richter-Dunitza, FVS Reutlingen (Koordination Pressearbeit)

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