COSH - Cooperation Schule- Hochschule wieder zu Gast an der Steinbeisschule

Am Freitag, 29.November, waren- so wie schon im Vorjahr- vier DozentInnen der Hochschule für tl_files/Bilder/Fotos_Berichte/Allgemeines/Uni_Meets_School/Uni_meets_School_1.jpgAngewandte Wissenschaften Reutlingen (HAW) sowie der Universität Tübingen an unserer Schule zu Gast.  Nach einer kurzen Begrüßung durch Mathelehrer Albert Weinmann stellte Stephan Pitsch das Programm des Nachmittags vor. Die COSH hat es sich zum Ziel gesetzt, Schülern den Einstieg an Hochschulen zu erleichtern. Mit zwei Aktivitäten aus dem Bereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik führten Barbara Priwitzer, Sophia Jahns, Christian Höfert und Stephan Pitsch den Zwölftklässern vor, um was es beim wissenschaftlichen Studium an Hochschule und Universität in den genannten Bereichen geht.

Christian Höfert und Sophia Jahns führten in ihrer Workshopgruppe mathematische Kartentricks durch. Aufgabe war es, aus zunächst acht Karten eines Skatspiels, unter Zuhilfenahme einer „magischen Zahl“ und einem vorher vereinbarten Ablegesystem eine bestimmte Karte, die nur einem Schüler bekannt tl_files/Bilder/Fotos_Berichte/Allgemeines/Uni_Meets_School/Uni_meets_School_2.jpgwar, herauszufinden. Laut Christian Höfert geht es beim Studium der Mathematik oft um das Erarbeiten von Problemlösungsstrategien. Zunächst klingt das abstrakt und theoretisch, findet aber in der Praxis vielfältige Anwendungen. Beim Kartentrick geht es beispielsweise darum, ein Verständnis für das Funktionieren eines binären Systems zu gewinnen, bei dem nur mit „0“ und „1“ operiert wird. Damit ist man schon mitten in der Computerwelt angekommen. In Kleingruppen näherten sich die Schülerinnen und Schüler an diesem Workshopmittag einer Problemlösungs-strategie an, die sie mit den Dozenten besprachen.

Christian Höfert betonte im Gespräch, dass der Schritt an die Hochschule für Schüler oft schwierig sei, da es ganz stark auf eigenständiges Arbeiten und einen hohen Grad an Selbstorganisiertheit ankomme. Abiturienten hätten es, was das betrifft, oft schon sehr viel leichter als Schüler, die vom Berufskolleg kämen. Auch seien die Studierendengruppen oft sehr heterogen. Allerdings werde der komplette Oberstufenstoff an der Hochschule nochmals wiederholt. Frau Jahns (Uni Tübingen) machte den Schülern deutlich, dass es bei Mathematik oft um die Frage nach der Vereinfachung gehe. Befragt nach der Rolle von Frauen in Mathestudium und Lehre dieses Fachs an der Universität konstatierte Jahns, dass „immer Frauen verloren gehen“. Sie führt dies zum einen auf ein „Selbst-wahrnehmungsproblem“, zum anderen auf Probleme bei den einzelnen Karriereschritten zurück, ein „Transitionsproblem“. So gibt es dementsprechend wenige Doktorandinnen, Postdocs, ganz zu schweigen von Professorinnen. Insgesamt also leider, so Jahns viel drop-out bei Frauen“.

Stephan Pitsch und Barbara Priwitzer führten den Schülern die Anwendung des Euler-Verfahrens bei der Berechnung der Beschleunigung eines Skateboards vor. Nach der Messung der Beschleunigung mit der App „PhyPhox“ sollten die Schüler V/t und V/max berechnen. Stephan Pitsch erläuterte, dass es bei seinem Workshop um die Verbindung einer technischen Anwendung mit der Anwendung eines mathematischen Verfahrens geht. Frau Priwitzer erklärte den Schülern, wie man aus der tl_files/Bilder/Fotos_Berichte/Allgemeines/Uni_Meets_School/Uni_meets_School_3.jpgnäherungsweisen Berechnung der Beschleunigung zu einer Berechung der Geschwindigkeit (km/h) kommen kann. Auch Frau Priwitzer betonte, dass es wichtig sei, die Nachwuchsstudierenden an der Hochschule zunächst mit ihrem schon vorhandenen Wissen abzuholen und dann darauf aufzubauen. In Ingenieurwissenschaften wie zum Beispiel Maschinenbau, so Priwitzer, gehe ohne Grundlagen gar nichts“. Deshalb seien die zunächst 6 (von insgesamt 22 Wochenstunden/Semester) Mathematik bis zum Bachelor sehr wichtig. So wichtig, das stellte Frau Priwitzer klar, dass es selbstverständlich Hausaufgaben für die Studierenden gäbe, denn ohne intensive Eigenarbeit der Studierenden ginge es nicht.  Auch im Masterstudium sei dann die Mathematik unverzichtbar. Aber bis dorthin, sagt Frau Priwitzer und lacht freundlich, hätten die Studierenden schon „alle verstanden, warum sie so viel Mathe lernen mussten.“

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