Fahrradprojekt an der 2BFS

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Einmalig für Berufsschulen in Reutlingen ist das Angebot für Schülerinnen und Schüler der Zweijährigen Berufsfachschule, die an einer Projektarbeit zum Thema Fahrrad teilnehmen. Dieses Projekt, das die Schülerinnen und Schüler neben der Grundausbildung zum KFZ-Mechatroniker absolvieren, findet in enger Zusammenarbeit mit dem Radfahrverein Gomaringen statt. Entstanden ist diese Kooperation durch den Technischen Lehrer Andreas Will, der unter anderem eine der Jugendmannschaften des RV Gomaringen trainiert.
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In der Fahrradwerkstatt der Steinbeis Schule werden den Schülern nicht nur technische Zusammenhänge vermittelt, sondern vor allem auch sämtliche praktische Fertigkeiten, die zum Aufbau, zur Wartung und zur Reparatur eines Fahrrads notwendig sind. Dazu erwerben die Schülerinnen und Schüler, selbstständig oder auch im Team, Schlüsselqualifikationen, um den richtigen Umgang mit Werkzeugen, Materialien und den bereitgestellten hochwertigen Mountainbikes zu erlernen. Diese komplexen Aufgaben werden fächerübergreifend vermittelt, d.h. dass die Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Fächern das nötige Wissen vermittelt bekommen, z.B. das Erstellen von techn. Zeichnungen, Schreiben von Berichten, Ausarbeiten von Präsentationen, uvm.
tl_files/Bilder/Fotos_Berichte/2BFS/Fahrradprojekt/maschinen.jpgIn einzelnen Projektphasen stellen die Schülerinnen und Schüler unter anderem eigenverantwortlich eigene Werkzeuge an modernsten Werkzeugmaschinen in der Metallabteilung zur Reparatur her. Dazu gehört auch ein sogenannter Kettennietausdrücker, der zur Reparatur der Fahrradkette benötigt wird. Das Erlernen dieser Fertigkeiten kann entweder am eigenen Fahrrad erfolgen, oder auch an den Mountainbikes, die von der Steinbeis Schule in ausreichender Anzahl zur Verfügung gestellt werden.
tl_files/Bilder/Fotos_Berichte/2BFS/Fahrradprojekt/parcours3.jpgAm Ende der Ausbildung werden die Schüler unter Anwendung verschiedener Präsentationstechniken das Erlernte einer Jury präsentieren. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Schülerinnen und Schüler  eine Urkunde über die erreichten Qualifikationen. Als krönender Abschluss wird eine gemeinsame Radtour unternommen, bei der jeder am Ende im „Bikepark Gomaringen“ sein fahrerisches Können unter Beweis stellen kann.


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Zweijährige Berufsfachschule KFZ-Mechatronik: Grundbildung im Beruf und Mittlere Reife

Links: Michael Ettlen, rechts: Sebastian Haag
Links: Michael E., rechts: Sebastian H.

Seit dem Schuljahr 2008/2009 gibt es die Zweijährige Berufsfachschule KFZ-Mechatronik an der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule in Reutlingen. Sie richtet sich insbesondere an Hauptschüler, die den mittleren Bildungsabschluss und gleichzeitig die Inhalte des ersten Ausbildungsjahres als KFZ-Mechatroniker erwerben wollen.

 Michael E. (16) und Sebastian H. (17) besuchten zum Zeitpunkt des folgenden Interviews diese Schulart seit einem Jahr. Während des Interviews im Rahmen des Deutschunterrichts bei Markus Bella erzählten die beiden über ihren Werdegang, über den Unterricht und über ihre Zukunftspläne. Wer sich für diese Schulart interessiert, kann sich jeweils bis März für das darauffolgende Schuljahr an der Steinbeisschule anmelden.  

Bitte stellen Sie sich kurz vor!

H.: Mein Name ist Sebastian H., ich bin 17 Jahre alt und besuche seit September die Zweijährige Berufsfachschule KFZ-Mechatronik an der Steinbeis-Schule in Reutlingen.

E.: Ich bin Michael E., 16 Jahre alt und bin in derselben Klasse.

Was haben Sie vor der Berufsfachschule gemacht?

H.: Ich war auf der Realschule, nach der 9. Klasse habe ich mich dann hier beworben und wurde angenommen.

E.: Ich komme direkt von der Hauptschule, wo ich den Hauptschulabschluss gemacht habe.

Welche Rolle spielt das Auto ganz persönlich für Sie und welches würden Sie sich aussuchen?

H.: Ich war schon immer technisch sehr interessiert, Büroarbeiten sind nicht so mein Ding, weshalb mich die KFZ-Mechatronik sehr anspricht. Mein Traumauto ist ein BMW M 6.

E.: Ich bin schon immer fasziniert gewesen von Autos, daher schlug ich diesen Weg zur KFZ-Mechatronik ein. Könnte ich wählen, müsste es ein Porsche Carrera RS sein.

Wie sind Sie auf diese Schulart aufmerksam geworden?

H.: Durch Recherche im Internet fand ich heraus, dass es diese Schulart  im KFZ-Bereich gibt. Dann habe ich mich beworben und wurde glücklicherweise genommen.

E.: Ich war mit meiner alten Klasse  beim Infotag der Steinbeis-Schule. Ein namhafter KFZ-Betrieb   empfahl mir die Zweijährige Berufsfachschule hier.

Was erhoffen Sie sich von der Zweijährigen Berufsfachschule?

H.: Auf jeden Fall einmal den Realschulabschluss und praktische Erfahrungen im KFZ-Bereich zu erwerben. Das hilft einem dann später im Betrieb sehr weiter.

E.: Bei mir ist es auch so, dass ich die Mittlere Reife machen will, das wird mir dann viel helfen, wenn ich mich bewerbe. 

Inwieweit haben sich Ihre Erwartungen hier erfüllt?

H.: Hier ist das Besondere, dass wir zweimal die Woche KFZ-Unterricht haben, Metall oder Elektro, es ist sehr vielseitig und man lernt in allen Bereichen rund ums Auto etwas dazu. Die Lehrer sehen uns hier alle auf der gleichen Stufe, es ist eine neue Chance.

E.: Die technischen Fächer sind sehr anspruchsvoll und machen richtig Spaß. Mir fällt es hier leicht zu lernen. Die Schule nimmt einen größeren Stellenwert im Leben ein als vorher.

Wem können Sie den Besuch dieser Schulart empfehlen?

H.: Jedem, der technisch orientiert ist und da Interesse hat, gerade im KFZ-Bereich, aber auch Leuten, die Industriemechaniker machen wollen, da haben wir auch einige in der Klasse.

E.: Ich würde es Leuten mit Hauptschulabschluss empfehlen,  und auch Leuten, die sich für das Auto interessieren und etwas dazulernen wollen. Wer eine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker machen will, kann seine Chancen deutlich verbessern, man hat dann das erste Lehrjahr schon hinter sich in den zwei Jahren, die man hier macht.

Welche Fähigkeiten braucht man, um hier als Schüler erfolgreich sein zu können?

H.: Man muss auf jeden Fall technisches Verständnis mitbringen.

E.: Lernbereitschaft muss man schon ziemlich haben und Interesse für den Beruf.

Wie stellen Sie sich die Zukunft nach den zwei Jahren auf der Schule vor?

H.: Eine Lehre als KFZ-Mechatroniker machen, vielleicht auch auf die Meisterschule gehen.

Oder ich mache die Fachhochschulreife und studiere danach Ingenieur.

Die Ausbildung vor dem Studium sehe ich als Sicherheit, man weiß ja nicht, ob es dann hundertprozentig klappt, man hat was in der Rückhand.

E.: Nach den zwei Jahren möchte ich eine Ausbildung machen, oder aufs Technische Gymnasium gehen, wenn es von den Noten her klappt.

Eine Ausbildung kann aber auch hilfreich sein, wenn ich erst danach aufs TG gehe.
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